KI in der öffentlichen Verwaltung: Strategie & Kulturwandel für digitale Transformation

Grundlagen 10:10 2026-02-22

Transkript zu KI in der öffentlichen Verwaltung: Strategie & Kulturwandel für digitale Transformation

Hallo und herzlich willkommen! Heute packen wir ein richtig großes Thema an, eines, das die öffentliche Verwaltung gerade massiv umtreibt: künstliche Intelligenz. Und ich sage es gleich vorweg: Wer hier nur an neue Software denkt, der springt viel zu kurz. Es geht um einen echten Wandel, der alles betrifft, von der Strategie über die Kultur bis hin zu den alltäglichen Prozessen.

Genau das ist die große Frage, oder? Wie macht man eine Behörde eigentlich KI-ready? Führungskräfte überall zerbrechen sich darüber den Kopf, und eins ist klar: Das ist keine Reise, die man mal ebenso ins Blaue hinein startet. Nein, dafür braucht man einen Plan, eine Art Landkarte, die einem den Weg zeigt und auch, wie weit man schon gekommen ist.

Und genau so eine Landkarte schauen wir uns jetzt mal ganz genau an. Und ja, diese Landkarte gibt es wirklich, man nennt sie KI-Reifegradmodell. Stellen Sie sich das Ganze am besten wie einen strategischen Kompass vor. Ein Werkzeug, das Ihnen hilft, eine ganz ehrliche Bestandsaufnahme zu machen: Wo stehen wir denn eigentlich? Wo hapert’s am meisten? Und die vielleicht wichtigste Frage: Was ist jetzt der nächste logische Schritt für uns?

Okay, dann entfalten wir diese Landkarte doch mal. Damit Sie sich zurechtfinden, ist es wichtig, die zwei zentralen Bausteine zu kennen, aus denen das Ganze aufgebaut ist. Der erste Baustein gibt uns die Antwort auf die Frage: Worauf müssen wir eigentlich schauen? Die Antwort darauf sind sechs Kerndimensionen, praktisch die entscheidenden Handlungsfelder. Wenn Sie in diesen sechs Bereichen gut aufgestellt sind, dann klappt’s auch mit der KI.

Und welche sind das genau? Erstens die Strategie, also der große Plan, wo die Reise hingehen soll. Zweitens die Organisation, sprich: Wer ist wofür zuständig? Drittens die Technologie, die Infrastruktur muss stimmen. Viertens, und das ist super wichtig, die Daten, das ist quasi das Blut in den Adern jeder KI. Fünftens die Menschen, also die Kompetenzen Ihrer Leute und die ganze Kultur dahinter. Und zu guter Letzt, sechstens, Recht und Ethik, das sind die Leitplanken, die sicherstellen, dass man nicht von der Straße abkommt.

So, das waren die Handlungsfelder. Der zweite Baustein beschreibt jetzt die eigentliche Reise. Denn klar ist ja: Diese sechs Dimensionen sind nicht von heute auf morgen perfekt. Das ist ein Prozess. Und dieser Prozess, diese Reise, verläuft über fünf klar definierte Stufen. Jede Stufe steht für einen bestimmten Reifegrad Ihrer Organisation.

Diese Reise fängt ganz klein an, bei der Initierung, also dem allerersten Funken einer Idee.

Das ist der Zustand, in dem sich viele Organisationen befinden, oft ohne selbst zu wissen. Das ist die Phase, bevor das Thema KI überhaupt so richtig auf der Agenda landet. Wenn wir uns das mal im Detail ansehen, dann sieht es hier so aus: Eine Strategie, Fehlanzeige. Es gibt vielleicht ein paar lose Gedankenspiele, hier und da mal eine Idee. Aber wer ist verantwortlich? Tja, meistens niemand so richtig. Und die Daten, die schlummern oft völlig isoliert in irgendwelchen Datensilos. Und über die Qualität? Naja, da breiten wir mal lieber den Mantel des Schweigens.

So, und jetzt wird es richtig spannend. Wir klettern auf Stufe 2, die Entwicklung. Und hier passiert der erste wirklich entscheidende Schritt. Man hört auf, nur zu reden und fängt an, mal was auszuprobieren. Hier tauchen nämlich die ersten Pilotprojekte auf, man nennt sie ja auch gerne Leuchttürme. Plötzlich bilden sich so kleine Inseln in der Organisation. Teams, die sich wirklich mit KI beschäftigen. Man fängt an, Daten nicht mehr nur zu haben, sondern sie gezielt für einen Zweck zu sammeln. Und ganz, ganz wichtig, es gibt die ersten Schulungen. Das Bewusstsein bei den Mitarbeitenden wird geschärft. Das ist wirklich die Phase des Machens, des Experimentierens, des Lernens. Und genau dieser Sprung von Stufe 1 auf 2, der ist absolut fundamental. Schauen Sie sich den Unterschied an: Auf der einen Seite haben wir dieses diffuse Nachdenken und vereinzelte Ideen. Und auf der anderen Seite, auf Stufe 2, haben wir plötzlich erste, konkrete Pilotprojekte und erste Strukturen. Es ist der Wechsel vom „Man könnte mal“ zum „Wir machen jetzt mal“. Das ist der eigentliche Startschuss für die ganze Reise.

Okay, nächste Etappe, Stufe 3, die Anwendung. Und das ist jetzt ein echter Meilenstein, ein riesiger Schritt nach vorne. Warum? Weil KI hier die Spielwiese verlässt. Sie ist kein Experiment mehr, sondern wird jetzt wirklich produktiv eingesetzt. Was hier den Unterschied macht, es gibt jetzt eine klare KI-Strategie. Man weiß, was man erreichen will. KI-Projekte sind nicht mehr nur irgendwo in einer Stabstelle, sondern mitten in den Fachabteilungen etabliert. Man hat endlich Qualitätsstandards für die Daten, weil man gemerkt hat, wie wichtig das ist. Und es gibt klare ethische Richtlinien. Kurz gesagt, KI löst hier echte Probleme und der Nutzen, der wird für alle sichtbar.

Und weiter geht’s auf unserer Reise zur Stufe 4, die Integration. Der Name sagt es eigentlich schon, hier ist KI kein Fremdkörper mehr. Kein separates Projekt, das man irgendwie auch noch macht. Nein, hier ist KI ein selbstverständlicher Teil des großen Ganzen. Was bedeutet das konkret? Die KI-Strategie ist jetzt fest in der Gesamtstrategie der Behörde verankert. Kein separates Dokument mehr. Bereits übergreifende Teams sind völlig normal.

Man arbeitet auf integrierten, einheitlichen Technologieplattformen, statt mit lauter Insellösungen. Und die Mitarbeitenden? Die haben richtig Ahnung. Die verfügen über fortgeschrittene KI-Kompetenzen. Man kann wirklich sagen, KI ist hier kein schickes Add-on mehr. Sie ist mitten im Maschinenraum der Verwaltung angekommen und treibt die Dinge an.

Und damit sind wir ganz oben angekommen. Auf dem Gipfel. Stufe 5, die Optimierung. Das ist wirklich die Königsklasse. Hier geht es nicht mehr nur darum, KI als Werkzeug zu benutzen. Hier ist KI ein Teil der DNA. Sie prägt die gesamte Kultur der Organisation.

Schauen wir uns das mal an. Die Strategie ist nicht mehr reaktiv, sondern proaktiv. Sie ist auf Innovation ausgerichtet. KI ist ein zentraler Pfeiler der Organisationskultur. Ständiges Lernen ist hier selbstverständlich. Daten sind kein Abfallprodukt mehr, sondern werden als wertvolles, strategisches Gut behandelt. Und die Organisation, die setzt Maßstäbe, sie übernimmt eine Vorreiterrolle, gerade auch bei ethischen Standards. Hier merkt man, es geht nicht mehr bloß darum, KI zu nutzen. Es geht darum, mit KI die Zukunft aktiv zu gestalten.

So, jetzt sind wir die ganze Reise einmal durchgegangen von Stufe 1 bis 5. Was ist jetzt das Fazit? Was sind die wichtigsten Botschaften für all diejenigen, die am Ende die Entscheidungen treffen müssen? Und dieser eine Satz hier, der bringt das eigentlich perfekt auf den Punkt. Man denkt immer, es scheitert an der komplexen Technik, am Algorithmus. Aber die Erfahrung zeigt, das ist es fast nie. Der wahre Flaschenhals, das sind die Grundlagen, die Qualität der Daten, die Frage, wer eigentlich zuständig ist und die rechtliche Klarheit. Wenn Sie sich nur eine Sache mitnehmen, dann diese. KI-Reife zu erreichen, das ist in erster Linie eine Aufgabe der Organisationsentwicklung. Es ist keine reine Technologie-Challenge.

Für alle Einführungspositionen bietet dieses Modell also ganz konkrete Vorteile. Erstens, Sie wissen endlich, wo Sie stehen, eine klare Standortbestimmung auf der Landkarte. Zweitens, Sie können Geld und Ressourcen gezielt einsetzen, statt mit der Gießkanne zu arbeiten. Drittens, Sie schaffen eine gemeinsame Vision. Führungskräfte und Abteilungen ziehen an einem Strang. Und viertens, nicht zu unterschätzen, Sie bekommen die Sicherheit, dass Sie alle wichtigen Puzzleteile, auch die regulatorischen, im Blick haben.

Und die Frage ist natürlich, warum ist diese ganze Reise gerade jetzt so unglaublich wichtig? Ganz einfach, weil ein höherer Reifegrad die absolute Voraussetzung ist, um mit den großen Brocken fertig zu werden, die auf uns zu rollen. Da ist der EUAI-Akt der klare Regeln vorgibt, da ist der generelle Druck, die Verwaltung endlich zu modernisieren. Und natürlich der Fachkräftemangel, der uns alle betrifft. Um es mal ganz deutlich zu sagen, wer bei diesem Thema nicht vorankommt, der wird den Anschluss verlieren.

Die entscheidende Frage, die sich jetzt jeder stellen muss, ist eigentlich nicht mehr, ob man diese Reise antritt, der Zug ist abgefahren. Die Frage ist, wo genau auf dieser Reise Sie gerade stehen?

Schauen Sie mal auf die Landkarte. Wo verorten Sie Ihre Organisation? Und was ist jetzt der eine logische nächste Schritt?

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